Ein auf der Welt einzigartiges Wunderwerk.
Diese Öko-Oase erstreckt sich am Rande der Moränenhügel. Sie steht im Ruf, eine der fünf außergewöhnlichsten Gartenanlagen der Welt zu sein und beeindruckt durch ihre mehr als 30.000 Pflanzen, die von der Natur und von geschickter menschlicher Hand geformt wurden.
Diese 50 ha große Öko-Oase zählt zu den schönsten Gartenanlagen der Welt. Sie befindet sich in Valeggio sul Mincio, nur 8 km vom
Gardasee entfernt. Angelegt wurde sie vom Grafen Carlo Sigurtà, indem er von seinem jahrundertealten Recht, Wasser aus dem Fluss Mincio zu beziehen, Gebrauch machte. Auf diese Weise gelang es ihm, einen idyllischen Ort mit üppiger Vegetation zu schaffen, der seit 1978 auch

der Öffentlichkeit zugänglich ist. DIE GESCHICHTE DES PARKS: An einem sonnigen Sonntag im März 1978 öffnete Carlo Sigurtà zum ersten Mal die Pforten seines berühmten Parks für die Öffentlichkeit. Weltweit bekannt wegen der Round-Table-Gespräche mit den Nobelpreisträgern G. Domagk (Sulfonamide), A. Fleming (Penizillin), S. A. Waksman (Streptomycin), K. Lorenz (Ethologie) und A. Sabin (Polioimpfstoff), wurde der Park bald zum beliebten Ausflugsziel nicht nur für berühmte Botaniker, sondern auch für einfache Naturliebhaber. Dabei bedenke man, dass alles mit einem Einspänner begann… Als es 1941 aufgrund der Kriegssituation an Benzin mangelte, begab sich Dr. Sigurtà nach Valeggio - einem Ort, der wegen seiner Einspänner bekannt war. Eigentlich wollte er nur eine Kalesche kaufen, aber dann traf er eine ganz impulsive Entscheidung: Neben dem Einspänner erwarb er auch ein Landgut. DIE NATUR: Dank des Rechts, Wasser aus dem Mincio zu schöpfen, entwickelte sich – wenn auch mit großen Schwierigkeiten - aus der einst ausgedörrten Hügellandschaft ein Gebiet mit üppiger Vegetation und von unvergleichlicher Schönheit. Nach und nach zeigte sich die ganze Erhabenheit einiger jahrhundertealter Pflanzen, wie etwa die der Großen Eiche (15. Jahrhundert). Tausende kostbare Buchsbäume kamen zum Vorschein, die dank der geschickten Hände erfahrener Gärtner mehr als 40.000 surreale, lebendige Skulpturen ins Leben riefen. Während der verschiedenen Jahreszeiten sorgte das kostbare Wasser der später angelegten großen Brunnen dafür, dass die Aufeinanderfolge der fünf großen Blütenzeiten, das heißt die der Tulpen, der Schwertlilien, der Rosen, der Seerosen und der Astern gesichert war. Neben 18 kleinen Seen, in denen tropische Fische leben, und dem großen Rasenteppich machen die Einsiedelei, das den „Wohltätern der Menschheit“ gewidmete Schlösschen sowie die horizontale Sonnenuhr diesen
Park zu einem unvergleichbaren Landstrich.